In getrennten Revieren unterwegs

In getrennten Revieren unterwegs: Aquarienliebhaber und Angler

Es klingt vielleicht etwas makaber, aber zwischen Aquarienliebhabern und Anglern gibt es mehr Gemeinsamkeiten, als man glaubt.

Zunächst lieben beide ohne Zweifel Fische. Die einen, um sich an ihrer Schönheit zu erfreuen, die anderen, um sich an ihrem Geschmack zu laben. Danach mögen beide das Wasser, denn dies ist nun einmal das Element, in dem Fische leben. Und – was wahrscheinlich das wichtigste ist – lieben beide die Ruhe. Der eine möchte dabei lieber in seiner Wohnung die Ruhe durch ein Aquarium genießen, der andere beim stundenlangen Stillstehen am Wasser oder Sitzen im Boot mit der Angel in der Hand. Beide können dabei ihren Gedanken freien Lauf lassen, sich Stumm mit den Fischen unterhalten und sich so wunderbar entspannen und vom Alltag abschalten.

Und so kann es durchaus vorkommen, dass ein leidenschaftlicher Angler auch ein Aquarium besitzt und der Aquarium-Liebhaber am Abend für seine Gäste einen leckeren Fisch fürs Angler-Menü zubereitet. Schließlich ist der Rest der Menschheit auch nicht anders. Zum einen streuen wir im Winter Körner ins Vogelhäuschen, damit die Wintervögel besser über die Runden kommen, zum anderen verspeisen wir zu Weihnachten Gänse, Truthähne und anderes Vogelvieh.

Ganz sicher würde also kein Aquariumbesitzer auf die Idee kommen, seine Guppies oder Schmetterlingsfische in die Pfanne zu hauen, auch wenn er gerne Fisch ist. Zum einen sind sie viel zu winzig und zum anderen viel zu schön. Es besteht also überhaupt kein Widerspruch zwischen Anglern und Aquarienbesitzern. Beide können friedlich nebeneinander existieren. Sogar in ein und derselben Person.